Neues Angebot besonders für Flüchtlinge

Ein neues Angebot besonders für Flüchtlinge, aber auch für alle anderen Interessierten bietet Markus Bicek ab 20. März immer dienstags ab 17 Uhr in unseren Vereinsräumen in der Luisenstraße an. Zielgruppe sind alle, die Fragen zu Internet und Computer haben, die sich einfach nur zielorientiert im Internet informieren wollen oder ab und zu einen Ausdruck brauchen. Ebenso können Workshops zu Themen angeboten werden wie etwa: Installation und Konfiguration eines Rechners Anlegen einer verifizierten Email adresse oder anderen Konten im WWW Aufbau und Reparatur eines Rechners Aber auch wer nur mal bisschen rumsurfen/daddeln will, Fragen hat, Kontakt sucht, ist herzlich willkommen.

Es ist ebenso geplant, dass auch Laptops gegen einen geringen Unkostenbeitrag ausgeliehen werden können. Wir freuen uns, mit dieser tollen Aktion unser Angebot erweitern zu können und hoffen auf viele Besucher. Die Paten werden gebeten, den von Ihnen betreuten Flüchtlingen das Angebot bekannt und schmackhaft zu machen. Buchvorstellung Am 23. März 2018 jährt sich der Jahrestag des Ermächtigungsgesetzes, mit dem Hitler die Demokratie aushebelte, zum 75. Mal. Gerade in der heutigen politischen Situation in vielen Ländern lohnt es sich sicher, sich mit diesem Ereignis zu beschäftigen. Deshalb geben wir gerne eine Einladung des SPD-Ortsverbands für den 22. März ab 19 Uhr in der Gaststätte Zorbas an Sie weiter:

Sehr geehrte Damen und Herren, Der Deutsche Reichstag ebnete am 23. März 1933 mit seiner Zustimmung zum Ermächtigungsgesetz dem NS-Regime den Weg zur Alleinherrschaft. Nur die Fraktion der SPD widersetzte sich dieser parlamentarischen Weichenstellung zur Diktatur. Mit ihrem mutigen Nein lieferten sich die sozialdemokratischen Abgeordneten der grenzenlosen Rachsucht der Nationalsozialisten aus. Der Historiker Klaus Schönhoven hat ein Buch über jene Politiker geschrieben, welche sich vor 85 Jahren mutig und selbstlos gegen das aufstrebende Naziregime gestellt haben. Diese Studie richtet ihren Blick auf typische Charakteristika des gemeinsamen Schicksals der 120 sozialdemokratischen Fraktionsmitglieder während der zwölf Regimejahre des Nationalsozialismus. Immer wieder werden auch individuelle Aspekte ihrer Leidenswege in dieser Zeit beleuchtet.

Aus dieser doppelten Perspektive lässt sich verdeutlichen, dass die Biografien der SPD-Abgeordneten zwischen 1933 und 1945 oft einander ähneln, aber auch viele persönliche Facetten aufweisen. Der Autor verknüpft quantitative und qualitative Forschungsmethoden miteinander, wobei er statistische Befunde, überlieferte persönliche Dokumente, archivarische Quellen und Lebenserinnerungen exemplarisch auswertet. Die Themenschwerpunkte der einzelnen Kapitel handeln von Verhaftung und Ausgrenzung, Flucht und Emigration, vom Eigensinn der Verfolgten im Unrechtsstaat, von ihrer Entmenschlichung und Ermordung in den Gefängnissen und Konzentrationslagern der NS-Diktatur. Ich möchte Sie einladen, am 22.3. ab 19 Uhr im Gasthaus Zorbas, den Autor persönlich kennenzulernen, welcher sein Buch „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht“ vorstellen wird.

Der Eintritt ist frei und wir freuen uns, wenn Sie weitere Interessierte an diesem Abend mitbringen. Walter Hörnig für den Vorstand des Ortsvereins SPD Wertheim Um gemütlich zu plaudern, planen wir mal wieder einen Stammtisch. Er findet statt am 3. Mai ab 18.30 Uhr im Hotel „Schwan“. Nachdem wir das letzte Mal nur sehr wenige waren, hoffen wir dieses Mal auf rege Beteiligung. Da es ja noch fast zwei Monate hin ist, kann sich vielleicht der eine oder andere den Termin freihalten. Wir würden uns freuen. Räumung des Café Kunterbunts Dies war Mitte Januar ein großer Schock für uns. Hatten wir doch gedacht, dass wir das „Café Kunterbunt“ noch bis mindestens zum Sommer nutzen können. Plötzlich wurde uns über Dritte eine Nachricht übermittelt, dass wir innerhalb einer Woche räumen müssen. Bei allem Ärger, den das mit sich brachte, war es ein großes Erfolgserlebnis, wie viele sich in kürzester Zeit organisierten und hilfreich zur Seite standen. So konnten wir alles rasch über die Bühne bringen. Ihnen allen sei herzlich gedankt, allen voran Bianca Schomber, die sich nicht nur während des zweijährigen Café-Betriebs über das Erwartbare hinaus eingesetzt hat, sondern auch die Räumungsaktion tatkräftig koordinierte.

Ein weiterer Dank gilt der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde Wertheims mit Pastoralreferentin Ute Zeilmann und Dekan Hajo Büsing, die uns von jetzt auf nachher einen Raum im Kirchenzentrum Wartberg vermittelten, in dem wir unsere Sachen zwischenlagern können. Wie es für uns mit Räumlichkeiten weitergeht, werden die nächsten Monate zeigen. Eines ist klar: Wir machen weiter, denn wir werden auch immer noch gebraucht. Informationen zum „Bundesamt für Migration“ Folgende Information erreichte uns über die ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe. Gerne geben wir sie an alle Paten und sonstigen mit Geflüchteten betrauten Personen weiter: „Überprüfungprüfungspraxis des BAMF bei als Flüchtlingen anerkannten Syrern, die im schriftlichen Verfahren anerkannt wurden: Es gibt Berichte, dass syrische Flüchtlinge, die vom BAMF im damaligen schriftlichen Verfahren (ohne individuelle Anhörung zu ihren Asylgründen) als Flüchtlinge anerkannt wurden, zu einem ‚Gespräch‘ in der Außenstelle geladen weren. In dem Brief, den anerkannte Syrer/innen in NRW erhalten haben, heißt es u.a.: „ Sie sind im Jahr 2015 oder 2016 in Deutschland angekommen – zusammen mit mehr als einer Million Schutzsuchender .Im Interesse der Schutzsuchenden wurden für bestimmte Herkunftsländer ergänzend zum regulären Verfahren auch schriftliche Verfahren durchgeführt.

Auch Ihr Antrag wurde in einem solchen Verfahren bearbeitet und entschieden. Vor dem Hintergrund einer Überprüfung bittet das BAMF Personen, welchen im schriftlichen Verfahren ein Schutzstatus zuerkannt wurde, zu einem Gespräch. Hierzu lade ich Sie… ein am …. Um… in.. Die Teilnahme an diesem Gespräch ist freiwillig. Sollten Sie an diesem Termin verhindert sein, bitte ich um schriftliche Mitteilung……“ Nach Rücksprache mit Asylanwälten/innen empfehlen wir, dass Betroffene dieser Einladung nicht folgen sollten. Denn es gibt keine gesetzliche Verpflichtung zu einer solchen „Mitwirkung“, worauf das BAMF ja auch hinweist. Es besteht auch die Gefahr, dass solch ein Gespräch bzw. dessen Ergebnis zum Anlass genommen wird, um ein Widerrufsverfahren einzuleiten. Wenn das BAMF ein Widerrufsverfahren einleiten will, dann soll es das auf dem gesetzlich vorgesehenen Wege tun. Sofern Sie Personen kennen, die ein solches Schreiben erhalten haben, nehmen Sie bitte mit den Flüchtlingsberatungsstellen der Verbände Kontakt auf, um das Vorgehen im konkreten Einzelfall zu besprechen.

Wäre gut, wenn Sie uns zuvor eine Kopie des Schreibens zur Verfügung stellen könnten.“ Ausstellung „Das Haus der Russlanddeutschen“ Der Wunsch von „Willkommen in Wertheim“ ist von Anfang an gewesen, nicht nur den Geflüchteten, sondern allen in Wertheim lebenden Bevölkerungsgruppen, neu Zugezogenen und Alteingesessenen, eine Heimat zu geben. Dazu gehören selbstverständlich auch unsere aus Russland zugewanderten Mitbürger, von denen viele unseren Verein immer wieder tatkräftig unterstützen. Vielleicht auch aus der eigenen Geschichte heraus. Deshalb wollen wir Ihnen gerne die derzeit in der Michaeliskirche zu sehende Ausstellung „Das Haus der Russlanddeutschen“ ans Herz legen.

Diese wurde bis zum 25. März verlängert und ist täglich von 10 bis 19 Uhrgeöffnet. Sie gibt Einblick in die Gründe der Übersiedlung der so genannten Wolga-Deutschen nach Russland, ihr Leben dort, in dem sie immer wieder als Deutsche diskriminiert wurden und zum Beispiel ihre Religion heimlich leben mussten, bis hin zum Entschluss, nach Deutschland zurückzukehren und den Schwierigkeiten, in der Heimat ihrer Vorfahren Fuß zu fassen. Zu sehen sind viele Ausstellungsstücke und Aussagen, die Wertheimer Bürger beigesteuert haben.