URBAN CITIZENSHIP IN A NOMADIC WORLD

von Axel Bauer · 11/03/2016

Vom 17. bis 19. Februar 2016 fand in Mannheim der internationale Urban Thinkers Campus „Urban Cititzenship in a Nomadin World“ im Rahmen einer Partnerschaft mit der World Urban Campaign des Siedlungsprogramms UN-Habitat statt. Thematischer Schwerpunkt war die aktuelle internationale Migration und deren Bedeutung für das Leben in den Städten.
Der Mannheim Urban Thinkers Campus war eine von 28 Veranstaltungen weltweit, die einen gemeinsamen Beitrag von Nicht-Regierungspartnern zur Habitat III Konferenz ermöglichen. Mit Überlegungen und Diskussionen zum Thema „The City We Need“ konnten die Teilnehmer des Urban Thinkers Campus die „New Urban Agenda“ aktiv mit gestalten. Die „New Urban Agenda“ wird als politische Richtschnur für die weltweite Stadtentwicklung in den nächsten 20 Jahren dienen.
Auch Willkommen in Wertheim e. V. nahm mit einem Delegierten an diesem Kongress teil. Besonders interessant war aus Sicht des Vereins das „Parlament der Flüchtlinge und Helfer:

 

Von recht wenig Professionalität zeugt hingegen die abrupte Kündigung und der Rausschmiss aus dem Café Kunterbunt durch das RP bzw. seine Vertreter. Der Verein wurde aufgefordert, in kürzester Zeit von nur wenigen Tagen das Gebäude zu räumen, damit Instandsetzungsarbeiten begonnen werden könnten. Später zeigte sich, dass diese hektische und rücksichtslose Vorgehensweise weder notwendig noch von den vorgesetzten Stellen in Stuttgart erwartet worden war. Wir danken der Leitung des Kirchenzentrums Wartberg für die Bereitschaft, unsere Bestände zunächst unterstellen zu dürfen und hoffen, dass es auf dieser Basis in der Zukunft eine vertiefte und dauerhafte Zusammenarbeit geben wird.

Eine ‚Chronik‘ der einzelnen Projekte und Ereignisse des letzten Jahres findet sich inzwischen auf der gut gemachten Web-Site von WiW und damit erwähne ich bereits eine wichtige Errungenschaft der letzten Wochen. (Dank an Walter!!!) 

  1. Unser spektakulärstes Projekt war wohl das Reinhardshoffest, wo es gelungen ist, verschiedene Bevölkerungs- und Altersgruppen für einen Tag zusammen zu bringen. Große Anerkennung für Bianca, die sich aufopferungsvoll dem Projekt gewidmet hat und damit einen Höhepunkt ihres Engagements im Café Kunterbunt gesetzt hat. Selbstverständlich gilt diese Anerkennung auch für alle anderen Mitwirkenden innerhalb des Vereins und bei den anderen Mitwirkenden.
  2. Inzwischen gibt es in Wertheim 14 Elternmentoren aus verschiedenen Ursprungsländern, die nach einem Lehrgang die zugewanderten Eltern bei Fragen und Problemen der schulischen Bildung unterstützen.
  3. Ein echtes ‚Erfolgsmodell‘ ist der Frauentreff, den Christiana Hartl und Conny Schwab etablieren konnten. Über Handarbeitsnachmittage hinaus hat sich eine Gruppe von häufig benachteiligten Frauen gebildet, die inzwischen in vielen Bereichen aktiv sind. Mehr davon später.
  4. Die Hoffman Stiftung hat mit großzügigen Spenden die Ausstattung von Kindern mit Schulbedarf und auch Sportartikeln finanziert. Sie bezahlte ebenfalls den Lehrer eines Gitarrenkurses, der in den Vereinsräumen in der Luisenstraße regelmäßig und mit einigem Erfolge abgehalten wurde. Letzter Unterricht am kommenden Freitag. Eine Fortsetzung ist vorgesehen. Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich bedanken.
  5. WiW ist inzwischen auch als Forschungsgegenstand gewählt worden. Eine Gruppe der Uni Tübingen will an der Situation in Wertheim das Zusammenleben von Alteingesessenen und Zuwanderern unter dem Titel „Fremd in unserer Stadt“ untersuchen.
  6. Auch politisch sind wir in der Öffentlichkeit mit einem Redebeitrag bei der Kundgebung gegen eine Wahlveranstaltung der AfD mit Teilnahme des Rechtsaußens Björn Höcke aktiv gewesen.
  7. Zwei Vorträge von Günter Ascher gaben Einblicke in das Leben, die Kultur und die Umgebung der Menschen in Nepal.
  8. Ein Konzert mit Free Spirit bewies einmal mehr, dass wir nicht nur miteinander arbeiten sondern auch feiern können. Die zahlreichen Besucher und die aus Altwertheimern und Geflüchteten zusammengesetzte Gruppe von Helfern und Mitarbeitern machten Mut, auch in Zukunft ähnliche Veranstaltungen zu organisieren.
  9. Zum Schluss noch ein neues Projekt unter der Leitung von Markus Bicek, das unbedingt bekannt gemacht werden sollte. Er bietet für alle Interessierte dienstags ab 17.00 in den Vereinsräumen Luisenstraße einen Computer- und Internetkurs an. Notwendige Hardware stellt er zur Verfügung und berät auch bei der Anschaffung, Wartung und Reparaturen von Rechnern.