Forschungsprojekt der Uni Tübingen

Fremd in unserer Stadt

Die Beziehungen zwischen neu angekommenen Flüchtlingen und der lokalen Bevölkerung sollen in einem Forschungsprojekt der Universität Tübingen untersucht werden. Dazu hat eine Mitarbeiterin, Frau Elif Alp-Marent, Ph.D., der Abteilung für Soziologie den Leiter der Erstunterkunft, Vertreter der kirchlichen Hilfsorganisationen und des Helferkreises „Willkommen in Wertheim“ besucht und befragt. Wie haben sich über die knapp zwei Jahre seit der Einrichtung der EA auf dem Reinhardshof die Einstellungen der Betroffenen entwickelt? Im Spannungsfeld zwischen einem funktionierenden Zusammenleben und einer Bedrohung der öffentlichen Ordnung sollen durch Beobachtungen und Interviews Ereignisse, Organisationsformen und Haltungen ermittelt werden. Die Mitarbeiter von „Willkommen in Wertheim“  betonten im Gespräch, dass eine Erstaufnahmeeinrichtung  lediglich den Beginn der Beziehungen darstellt. Erfolge oder Rückschläge zeigten sich schließlich in der Phase der kommunalen Anschlussunterbringung, wo Flüchtlingen und Ortsansässige zu einem tragfähigen und dauerhaften Zusammenleben finden müssen.