Reinhardshoffest

Erstmalig fand das Reinhardshoffest rund um das Café Kunterbunt statt. Bei strahlendem Sonnenschein war die gut besuchte Veranstaltung ein voller Erfolg. Lesen Sie hier den Zeitungsbericht:
 

Kunterbuntes Reinhardshoffest

Alle Facetten eines bunten Stadtteils
Wertheim – Reinhardshof – Die Liedzettel für den Gottesdienst erstrahlten am Sonntag in ganz verschiedenen Farben. Und das hatte seinen guten Grund. Denn der Gottesdienst vor dem Café Kunterbunt eröffnete das „kunterbunte Reinhardshoffest“. Ein fröhliches Fest für diesen Stadtteil mit ganz vielen verschiedenen Menschen sollte es werden und diese Rechnung ging bei strahlendem Sonnenschein voll auf. Die Vielfalt zeigt sich nicht zuletzt kulinarisch: Der Besucher konnte unter anderem wählen zwischen russischem Schaschlik, türkischen Teigtaschen, arabischen Falafeln oder den Pommes und Waffeln, die die Kids der Jugendhilfe Creglingen zubereiteten.
Auch auf der Bühne zeigte sich die bunte Mischung der Vereine und Gruppierungen des Stadtteils: Das Kinderhaus Reinhardshof tanzte um den Erdball, anschließend zeigten die Mädchen des Mosaikvereins türkische Folklore. Und schließlich unterhielt der Chor der russich-orthodoxen Gemeinde mit spritzigen Liedern, die meist von der verlorenen Liebe oder der verlorenen Heimat handelten.
Gemeindereferent Herbert Buhleier und Pfarrer Jörg Herbert, die gemeinsam den Eröffnungsgottesdienst unter freiem Himmel zelebrierten, wollten alle am Reinhardshof Lebenden einbinden, „die Namenlosen und Gefeierten, die Einheimischen und die neu Zugezogenen“, wie es Herbert beschrieb. 
Als zum Anlass passende Geschichte erzählte Buhleier von einem Pfannkuchenland, in dem jedes Viertel nur seine Farbe kannte, bis eine rote Blume durch die Mauer ins grüne Land ragte. „Die Kinder hatten es als erstes begriffen, dass die Welt bunt ist. Sie wissen: Ich bin ich und du bist du und wir beide haben das Recht hier zu sein“. Dass das stimmt, sah man, wenn man sich auf dem Festgelände umschaute: Egal ob beim Kinderschminken, beim Schießen auf die Torwand oder den Wettbewerb am Tischkicker. Kinder aller Nationalitäten genossen gemeinsam das Angebot. Und auch die Erwachsenen kamen miteinander ins Gespräch.
Nach den Aufführungen sorgte die „Rhythm and Blues“-Band „The Incredibles“ mit Musikern aus Wertheim und Lohr mit Live-Musik für Stimmung und gute Unterhaltung auf dem inzwischen gut gefüllten Festgelände. 
Die Initiatoren, der Stadtteilbeirat, Rainer Lotz für den Verein „Willkommen in Wertheim“, Bianca Schomber für das Café Kunterbunt und Mirco Göbel für die Erstaufnahmeeinrichtung konnten zufrieden sein mit einer gelungenen Veranstaltung für alle, die sich als würdiger Nachfolger für das bisherige zweitägige Reinhardshoffest erwies.